„Feuerwehr – gemeinsam in die Zukunft“

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Mit diesem Projekt will der Landesfeuerwehrverband Hessen (LFV) gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, indem er die zentralen Werte der Feuerwehr stärkt: ein friedliches Miteinander, Vielfalt innerhalb der Feuerwehren sowie Respekt und Solidarität. Das Ziel des Projekts ist es, Demokratie und Partizipation zu fördern, indem Spannungen frühzeitig erkannt und angegangen werden. Hessen hat dabei den Schwerpunkt „Umgang mit Vielfalt in den Feuerwehren“. Zu diesem Zweck bildet der LFV interkulturelle Berater aus, die bei Konflikten jeglicher Art beraten und vermitteln können – sei es in ihrer eigenen Feuerwehr, bei Einsätzen oder öffentlichen Veranstaltungen. Insgesamt soll die Teilhabe Eigeninitiative unserer Kameradinnen und Kameraden unterstützt und angeregt werden, denn nur wer sich aktiv einbringt, kann die Zukunft der Feuerwehren mitgestalten.

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Die Menschen selbst stehen bei dem Projekt im Vordergrund, daher wurde von August 2016 bis April 2017 eine Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse als Ausgangspunkt für weitere Maßnahmen durchgeführt. Das Integrationsbüro Kreis Offenbach, langjähriger Kooperationspartner des LFV, begleitet und unterstützt das Projekt fachlich und führte zu diesem Zweck hessenweit Interviews mit Feuerwehrangehörigen. Ziel war, herauszufinden, was die hessischen Feuerwehren zurzeit beschäftigt, welche Herausforderungen sie zu bewältigen haben, welche Rolle das Thema Vielfalt in ihren Feuerwehren spielt und wie damit umgegangen wird.

Thematisch wurden unterschiedliche Bereiche abgedeckt, unter anderem ging es dabei um Feuerwehrkultur, interkulturelle Öffnung, Feuerwehr und Flüchtlingsarbeit sowie Mitgliederbindung/-gewinnung. Als zentraler Punkt stellte sich die Auseinandersetzung mit der eigenen Feuerwehrkultur heraus: Wie treten wir nach außen hin auf und welches Bild erzeugen wir dadurch? Welche Aufgaben übernehmen wir bzw. möchten wir übernehmen, welche werden von der Bevölkerung wahrgenommen? Indem sie sich mit diesen Fragen beschäftigen, können Kameradinnen und Kameraden viel aktiv beeinflussen, denn was für sie als Feuerwehrangehörige selbstverständlich ist, kann auf Außenstehende ganz anders wirken.

In der Ausbildung zum interkulturellen Berater werden Teilnehmer über eine Sensibilisierung auf Eigen- und Fremdwahrnehmung sowie durch Kommunikationsformen darauf vorbereitet, professionell und zielgerichtet mit Konflikten umgehen zu können. Neben der viertägigen Ausbildung werden ihnen regelmäßige Vernetzungstreffen mit inhaltlichen Schwerpunkten wie Konfliktmanagement oder Ausgrenzung angeboten, um sie für eine Beratertätigkeit zu qualifizieren. Diese Ausbildung sieht der LFV somit als vorbeugenden Brandschutz im übertragenen Sinne – zwischenmenschlich aktiv werden, bevor es brennt!

Finanziell gefördert wird das Projekt über das Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ (www.zusammenhalt-durch-teilhabe.de), zusätzlich wird es im Rahmen der landesweiten „Integrationskampagne Brandschutz“ unterstützt.

 

Anmeldung über den Dienstweg an die HLFS

Modul I: Interkulturelle Kompetenz

Modul II: Interkulturelle Berater

Teilnehmerzahl: Max. 15 Personen pro Seminar

Methoden: Lehrgespräche, praktische Übungen, Praxisbeispiele, Trainingsfilme, Plenums- und Gruppenarbeit, Selbsteinschätzungsübungen

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Ansprechpartnerin:

Corinna Mailänder, Projektkoordinatorin
Tel.: 06074/8180-4168
E-Mail: corinna.mailaender@feuerwehr-hessen.de