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Kinderfeuerwehr im Fokus: Fachtagung stärkt Ausbildung und Austausch in Hessen

Rund 110 Teilnehmende aus ganz Hessen sind am Samstag (21. März 2026) zur Fachtagung der Kinderfeuerwehr in Eschborn zusammengekommen. Der Landesfeuerwehrverband Hessen hatte eingeladen, um die Arbeit mit den jüngsten Mitgliedern gezielt weiterzuentwickeln und den Austausch unter den Verantwortlichen zu stärken.

Zum Auftakt der Veranstaltung machte Innenminister Dr. Roman Poseck die Bedeutung der Kinderfeuerwehren deutlich. Sie seien ein zentraler Bestandteil für die Zukunft der Feuerwehren und zugleich ein wichtiger Ort, an dem Kinder früh an Verantwortung, Teamarbeit und gesellschaftliche Werte herangeführt werden.

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Für den Landesfeuerwehrverband Hessen stellte Präsident Norbert Fischer die Rolle der Kinderfeuerwehren klar in den Mittelpunkt: „Die Kinderfeuerwehren legen den Grundstein für alles, was später in der Feuerwehr folgt. Hier entstehen Gemeinschaft, Verlässlichkeit und Begeisterung für das Ehrenamt. Genau deshalb ist es wichtig, die Betreuerinnen und Betreuer bestmöglich zu unterstützen und ihnen Raum für Austausch und neue Ideen zu geben.“

Zu den Gästen zählten unter anderem die Kreistagsvorsitzende Susanne Fritsch sowie Bürgermeister Adnan Shaikh. Ebenfalls vor Ort waren Vertreter aus der Feuerwehr, darunter der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes David Tisold sowie Dirk Koch als stellvertretender Stadtbrandinspektor und Thomas Rieger als stellvertretender Kreisbrandinspektor.

Im Zentrum der Fachtagung stand ein breites Fortbildungsangebot. In mehreren Workshoprunden setzten sich die Teilnehmenden mit Themen auseinander, die für die tägliche Arbeit in den Kinderfeuerwehren entscheidend sind. Dazu gehörten rechtliche Grundlagen, Fragen der Aufsichtspflicht sowie der Unfallversicherung, aber auch pädagogische Ansätze für die Gestaltung von Gruppenstunden.

Ein klarer Schwerpunkt lag auf der Praxis. Vermittelt wurden unter anderem Methoden der Brandschutzerziehung, einfache Experimente rund um das Thema Feuer und der sichere Umgang mit Zündmitteln. Ergänzt wurde das Programm durch Inhalte zu Erster Hilfe und Teamarbeit.

Darüber hinaus ging es auch um strukturelle Fragen. Diskutiert wurde, wie der Übergang von der Kinder- in die Jugendfeuerwehr besser gestaltet werden kann und welche Ansätze es für mehr Teilhabe und Zusammenarbeit gibt. Neben den Inhalten spielte der persönliche Austausch eine zentrale Rolle. Viele nutzten die Gelegenheit, um Erfahrungen weiterzugeben, neue Kontakte zu knüpfen und konkrete Ideen für die eigene Arbeit mitzunehmen.

Die Fachtagung zeigt klar: Die Kinderfeuerwehrarbeit in Hessen ist engagiert, fachlich gut aufgestellt und entwickelt sich kontinuierlich weiter. Veranstaltungen wie diese sichern die Qualität und geben wichtige Impulse für die Zukunft.

Doch auch im Bereich der Nachwuchsarbeit des Landesfeuerwehrverbandes Hessen stehen wichtige Veränderungen an. Die Leiterin des Arbeitskreises Kinderfeuerwehr, Karin Plehnert-Helmke, stellte gemeinsam mit dem stellvertretenden Landesjugendfeuerwehrwart Dr. Andreas Adams das neue Konzept vor. Künftig werden die Hessische Jugendfeuerwehr und die Hessische Kinderfeuerwehr in einer gemeinsamen Organisation zusammengeführt. Unter dem Namen „Hessische Kinder- und Jugendfeuerwehr“ sollen ab Ende Mai Strukturen gebündelt und die bestehende Zusammenarbeit weiter vertieft werden. Die Teilnehmenden wurden eingeladen, sich aktiv einzubringen und ihre Erfahrungen aus der Praxis beizusteuern. Ziel ist es, die Nachwuchsarbeit für rund 45.000 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren noch enger zu verzahnen und gemeinsam weiterzuentwickeln.