Pressemeldungen

Landesfeuerwehrverband Hessen holt Politik und Wirtschaft an einen Tisch: Konstituierende Sitzung des LFV-Beirates

Eltville, 07. Oktober 2026. Der Landesfeuerwehrverband Hessen reaktiviert seinen Beirat und richtet dessen Arbeit auf zentrale Zukunftsfragen des Feuerwehrwesens aus. Mit der konstituierenden Sitzung am 7. Oktober im Kloster Eberbach beginnt nach mehrjähriger Unterbrechung die Zusammenarbeit des neu aufgestellten Gremiums. Es verbindet Perspektiven aus Politik, kommunale Spitzenverbände, Versicherer, Wirtschaft, Wissenschaft und dem Bereich Sicherheit, um das Präsidium strategisch zu beraten.

2026-10-07-LFV-Beirat-00001

Auf Beschluss des Präsidiums erhält der Beirat eine neue inhaltliche Ausrichtung. Im Mittelpunkt stehen die langfristige Leistungsfähigkeit der Feuerwehren, verlässliche Bedingungen für das Ehrenamt und die Vorbereitung auf veränderte Risiken.

„Wer die Einsatzfähigkeit unserer Feuerwehren langfristig sichern will, muss die richtigen Voraussetzungen schaffen. Dazu gehören eine verlässliche Finanzierung, die Unterstützung des Ehrenamtes und eine vorausschauende Vorbereitung auf neue Herausforderungen. Mit dem Beirat bringen wir Menschen zusammen, die Verantwortung tragen und ihre Erfahrungen in diese Aufgaben einbringen können“, erklärt Norbert Fischer, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Hessen.

Verlässliche Bedingungen für Feuerwehr und Ehrenamt

Die Zukunft der Feuerwehren hängt wesentlich von politischen Entscheidungen, kommunalen Ressourcen und gesellschaftlicher Unterstützung ab. Der Beirat schafft einen regelmäßigen Rahmen, um diese Zusammenhänge gemeinsam zu betrachten und Erfahrungen aus der Praxis frühzeitig einzubringen. 

Mit Hessens Innenminister Prof. Dr. Roman Poseck ist die Landesregierung unmittelbar im Beirat vertreten. Seine Mitwirkung stärkt den fachlichen Austausch zwischen dem Verband und dem für Brand- und Katastrophenschutz zuständigen Ministerium. Erfahrungen aus der Feuerwehrpraxis können so frühzeitig in die Diskussion über politische Rahmenbedingungen und künftige Herausforderungen einfließen.

„Die Hessischen Feuerwehren leisten jeden Tag einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit der Menschen in Hessen. Damit sie dieser Verantwortung auch in Zukunft gerecht werden können, brauchen sie verlässliche Rahmenbedingungen und starke Partner. Der Beirat bringt Wissen und Erfahrung aus unterschiedlichen Bereichen zusammen. Das hilft uns, Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und den Brand- und Katastrophenschutz gemeinsam weiterzuentwickeln“, erklärt Innenminister Prof. Dr. Roman Poseck.

Die kommunalen Spitzenverbände bringen die Perspektive der Städte, Gemeinden und Landkreise ein. Als Träger der Feuerwehren verantworten sie deren Organisation, Ausstattung und Finanzierung. Ebenso wichtig ist die Arbeitgeberseite: Freistellung für Einsätze und Ausbildung sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Feuerwehrdienst sind entscheidende Voraussetzungen für ein verlässliches Ehrenamt.

Auf neue Risiken vorbereitet sein

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vorbereitung auf Extremwetterereignisse, großflächige Stromausfälle und lang andauernde Schadenslagen. Erfahrungen aus der Versicherungswirtschaft, von Betreibern Kritischer Infrastrukturen und aus Unternehmen mit Werkfeuerwehr ergänzen die Sicht der öffentlichen Gefahrenabwehr.

Dabei geht es um Schadenentwicklungen, Prävention und Versorgungssicherheit ebenso wie um die Zusammenarbeit im Ernstfall. Auch zivilmilitärische Zusammenarbeit und Amtshilfe, einschließlich der Zusammenarbeit mit der Bundeswehr, gehören zu den Themen der Beratung. 

Wissenschaftliche Expertise unterstützt den Beirat dabei, Entwicklungen frühzeitig einzuordnen. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Forschung zur Widerstandsfähigkeit wichtiger Strukturen werden mit Blick auf ihren praktischen Nutzen für die Feuerwehren betrachtet.

Klare Aufgaben und verbindliche Zusammenarbeit

Der Beirat ist in der Satzung des Landesfeuerwehrverbandes Hessen verankert. Er berät das Präsidium und wirkt an der Repräsentation des Verbandes mit. Das Gremium tagt mindestens einmal jährlich und bearbeitet ausgewählte Zukunftsthemen. Er gibt Impulse für die Verbandsarbeit. 

Die konstituierende Sitzung im Kloster Eberbach legte für die Arbeit des Beirates den Grundstein. Auf der Tagesordnung standen das gemeinsame Selbstverständnis, die thematischen Schwerpunkte und die künftige Arbeitsweise.